Wenn bei uns das W-Lan im Büro mal nicht funktioniert, liegt es meistens an einer Störung unseres Telefon-Anbieters. Als sich neulich meine Kollegin neben mir über den schlechten Empfang aufregte, musste ich ganz still und heimlich den Live-Stream der Fashion Week schließen, der seit Wochen im Hintergrund auf meinem PC läuft – Hups! Ich habe mir selbstverständlich rein gar nichts anmerken lassen und nur mit einem wahnsinnig genervten Augendreher gekontert „ Blöder Anbieter! Schon wieder??“

 

Jaja schon klar, ist uncool, aber ich liebe es einfach mir Modenschauen live oder über den Stream anzuschauen, neue Trends, neue Formen und neue Farben zu entdecken.

Obwohl ich Modedesignerin bin und lange als Moderedakteurin in einem Verlag gearbeitet habe, mache ich mir nichts daraus jeden aufkommenden Trend mitzumachen, im Gegenteil, wenn ich eins liebe ist es die Farbe dunkelblau und Streifen! Und so schnell kommt da auch nichts dazu, dazwischen oder gegen an.

 

Es gibt allerdings einen Trend, der in diesem Jahr so groß ist wie noch nie zuvor und um den glaube ich wirklich niemand drum rum kommt: ich rede von der Nachhaltigkeit. Spätestens seit Stella McCartney nicht nur die tierischen Inhaltsstoffe auf ihrem Speiseplan, sondern auch in ihrer Kollektion gestrichen hat, geht die Nachhaltigkeit eine heiße Liaison mit der Mode ein. Nachhaltigkeit ist sexy, punkt, aus, Schluss!

 

Warum aber haben wir noch nicht so viel von nachhaltig produzierter Mode gehört? Warum ziehen wir uns nicht schon ewig „grün“ an?

Das mag daran liegen, dass die so genannte Slow Fashion nämlich nicht nur slow, sondern manchmal auch ganz schön leise ist. Und das trotz des genialen Konzeptes, was dahintersteckt.

Wer nur einmal Mode und Nachhaltigkeit bei Google eintippt, kann sofort Schlagzeilen lesen wie zum Beispiel, dass die Modeindustrie jährlich 1,2 Billionen Tonnen CO2 verursacht! Das wäre übrigens mehr als die internationalen Flüge und Kreuzfahrten zusammen…ähm, hallo?

 

Worauf ich eigentlich hinaus möchte:

Ich möchte Euch ein wahnsinnig tolles Label aus Deutschland ans Herz legen – PHYNE! Die Geschäftsführer Marc Langner und Andri Stocker legen bei ihrem Label PHYNE nämlich nicht nur Wert auf Ästhetik, sondern auch auf Ethik. So werden für die Klamotten ausschließlich GOTS zertifizierte Materialien verwendet. Heißt, es werden ausschließlich Textilien verarbeitet, die aus biologisch erzeugten Naturfasern gewonnen werden.

Dass einige Sweater und Shirts nachhaltig produziert wurden, sieht man ihnen natürlich auf den ersten Blick nicht an. Wer sich nicht sicher ist, kann einfach den Saum hochklappen und auf die eingenähten Etiketten achten. Wer ein GOTS oder ein Grüner Knopf Siegel entdeckt, ist auf der sicheren Seite – so wie auch bei der Lebensmittel-Ampel: Grün ist super!

Und dass nachhaltige Mode nicht gleich teuer sein muss, beweisen die beiden Jungs auch noch, das süße Sweatshirt mit Allover Kuss-Print gibt es nämlich für 110 Euro und kann, dank der hohen Qualität, sogar einen zweiten Frühling als Second Hand Ware erleben. WE LIKE, WE LOVE, WE LIFE.

0

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Instagram

Instagram hat keinen Statuscode 200 zurückgegeben.

Follow us!