Ich war ungefähr drei Jahre alt, als sich mein Leben noch einmal gravierend änderte. Eines Morgens überraschte meine Mutter mich mit Teddy. Einfach so. Kein Geburtstag, kein Weihnachten, aber um ein 60 Zentimeter großen, weichen, flauschigen Kuschelteddy reicher.

 

Ich kann mich noch genau daran erinnern wie es sich anfühlte diesen neuen Freund, der nur einen Kopf kleiner war als ich, zu drücken, ihn zu umarmen und zu spüren, dass ich nun um einen essentiellen Fels reicher sein würde.

 

Teddy – was für ein kreativer Name! – begleitete mich von da an überall hin. Selbst in der Oper bekam er eine Fliege umgebunden und saß mit mir in der ersten Reihe und feuerte Dornröschen’s Prinzen an. Dieser kleine Freund war in den ersten Jahren meines Lebens vielleicht der wichtigste Gefährte den ich hatte, denn Teddy wusste alles von mir. Meine Wünsche und Träume… kannte meine Ängste, Sorgen und war der loyalste Freund den ich hatte.

 

Die meisten Erwachsenen erinnern sich noch an ihr Kuscheltier. An das Eine, das Allerwichtigste. Sie können noch heute die innere Bedeutung spüren, Gerüche erwecken wenn sie in sich hineinhorchen. Sie fühlen die Geborgenheit und Sicherheit, die Unumstößlichkeit und die Kraft, diese archaische, bedingungslose Verbindung. Wer jemals ein Kind im Austausch, in Zwiesprache mit seinem Kuscheltier erlebt hat weiß wie innig und wie echt diese Beziehung ist.

 

Daher ist es nicht verwunderlich wenn diese treuen Wegbegleiter oft bis ins Erwachsenenalter aufgehoben werden. Teddy sitzt glücklicher Weise nicht bei mir auf dem Bett, ihn aber in eine Umzugskiste zu packen, diese zu verschließen und auf den Dachboden zu stellen bereitet mir noch heute Unbehagen.

 

So eine Kuscheltier-Nummer kann natürlich auch kippen. Und so ist es nicht zu viel verraten, dass meine Schwester vor vielen Jahren einmal einen Typen datete und sich beim Betreten des Schlafzimmers herausstellte, dass dort nicht nur Frotteebettwäsche mit Bärchen bezogen wurde, sondern auch eine ganze Heerschaar von kleinen Begleitern auf dem Bett dekoriert war. Als sie mir davon erzählte war es ungelogen einer der Momente, in denen ich mir vor Lachen fast in die Hose gemacht habe.

 

Aber zurück zu den kleinen Kuschelfreunden, die unseren Kleinen Mäusen Wegbegleiter, Einschlafhilfe, Tröster und Unterstützer sind. Aber was tun, wenn der kleine Zottelfreund einmal nicht mehr da ist? Die meisten Eltern kennen diesen Moment.

Have you met Eisi? It’s this cool Bear up here…

 

Bei uns sah das so aus: irgendwann brachte ich meine Tochter zur Tagesmutter. Auf dem Weg dahin hielten wir in einem Café holten uns Wegzehrung, Eisi, den Eisbär meiner Tochter mit im Schlepptau. Als ich Meine Tochter Mittags wieder dort abholte durchforstete mein routinierter Eisi-Blick die Tagestätte um zu gucken wo er sich denn versteckt hielt. „Nee, Eisi war heute nicht hier“ ließ mich Nicole, unsere Tagesmutter wissen. WHAT? Aber wir haben doch mit Eisi das Haus verlassen. Ich spielte in Gedanken den Weg erneut ab, mein Hals wurde eng und der blick meiner Tochter panisch. „Mamiiii, wo ist Eisiiiii?“

Okay, Nerven bewahren mahnte ich mich, während Charles bereits dicke, verzweifelte Krokodilstränen über das Gesicht liefen. Ich stellte mein Auto auf den Kopf, rief Zuhause an, fuhr den Weg zum Café zurück und schritt den Weg vom Parkplatz zum Café akribisch ab. Nichts. Kein Eisi weit und breit.

 

Meine innere Stimme lotste mich noch einmal in das Café, wo ich mich mit meinem aufgelösten Kind in die lange Schlange stellte um wenigstens einmal gefragt zu haben: „Entschuldigung, ich weiß, dass ist eine ungewöhnliche Frage, aber wir haben heute morgen ein Kuscheltier verloren. Hat es vielleicht jemand abgegeben?“

Der Barista guckte mich fragend an. Allein dieser Moment des Zögerns ließ all meine Resthoffnung erlöschen. Ich überlegte welche Trauer nun über mein Kind hereinbrechen würde, als der Barista kurz nach unten griff und fragte „Sucht Ihr den hier??“ Er setzte den kleinen Eisbär auf die Kasse und ein tiefer Freudenschrei entfuhr meiner Tochter. „Eisiiiiiiiiiiiiiiiiiii!!!!!“ Während wir unser Glück vor Freude und Erleichterung kaum glauben konnten, Eisi geherzt und fest an das Kleine Glücksherz gedrückt wurde, applaudierte tatsächlich das ganze Café. „Ein Glück! Eisi ist wieder da!“, riefen die Umstehenden.

 

Eine Dame legte ihren Arm um mich und erzählte mir, dass sie einst die Kuschelgiraffe ihrer Tochter in Schottland im Urlaub verloren hätte. Unglaublicher Weise hat der Hotelbesitzer den ganzen Ort abgesucht, gefunden und der Familie den Seelentröster hinter her geschickt. Unfassbar. Ein Herr berichtete, dass er damals den Hasen für seinen Sohn in dreifacher Ausführung gekauft hätte, um für den schlimmsten aller Fälle halbwegs vorbereitet zu sein. Es ist entzückend zu sehen, wieviel Empathie der Kinderliebe zum Kuscheltier von Erwachsenen entgegen gebracht wird. Wahrscheinlich, weil in den meisten von uns noch das Kind wohnt, mit all den Erinnerungen an diese große Liebe.

 

Erzählt uns von Euren schönsten Kuscheltiermomenten und stöbert in Ruhe durch unseren Shop. Wir haben eine Vielzahl von kuschelweichen Weihnachtsgeschenken – ob Drache, Affe, Bär oder Hase, ob groß oder klein. Ein Stück vom Glück.

0

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Instagram

Instagram hat keinen Statuscode 200 zurückgegeben.

Follow us!