Obwohl die kleinen roten Äderchen auf der Gesichtshaut einen recht harmonischen Namen – Rosacea – haben, bringen sie dennoch keine große Freunde. Genau wie auch andere Gefäßerweiterungen und Rötungen lassen sie unser Hautbild unruhig erscheinen. Julie macht daher den Selbst-Test und klärt mit Dermatologin Dr. Anna Brandenburg was passiert, wie es passiert und wie lange das eigentlich alles so dauert.

 

Erst einmal möchten wir klären, welche Gefäßveränderungen überhaupt behandelt werden können: Das wären erweiterte Äderchen und Couperose, Spidernävi, eruptive Angiome, Feuermale (N. flammeus), Blutschwämmchen (Hämangiome), flächige Rötungen.

 

Wie wirkt der Gefäßlaser?

„Der Quadro Star Pro Yellow arbeitet mit einer gelben Wellenlänge von 577 nm. Die roten Blutkörperchen absorbieren die Energie und wandeln sie in Wärme um. So verklebt das behandelte Gefäß und verschließt sich, während umliegendes Gewebe geschont bleibt: Wasser und Melanin nehmen das gelbe Licht nicht auf. Die Behandlung ist so gut wie nebenwirkungsfrei. Auch dunklere Hauttypen können wir schonend behandeln.“

 

Tut’s weh oder merkt man gar nichts?

„Da der gelbe Laser hauptsächlich im Bereich des Hämoglobins absorbiert, ist die Behandlung relativ schmerzfrei. Eventuell kann es zu einem kurzen Stechen bzw. einem erhöhten Wärmeempfinden kommen. Wird die Behandlung vereinzelt als schmerzhaft empfunden, helfen Kühlung und/oder eine kurze Behandlungspause.“

 

Wie lange dauert die Behandlung?

„Die Dauer der Behandlung ist abhängig von der zu behandelnden Fläche. Bei kleineren Läsionen ist die Behandlung nach wenigen Minuten abgeschlossen. Für flächige Rötungen, z. B. an den Wangen, können bis zu 30 Minuten anfallen. Eine zweite Sitzung ist nicht immer auszuschließen.“

 

Wie sieht man nach der Behandlung aus?

„Direkt nach der Behandlung ist die Haut leicht gerötet und das behandelte Areal eventuell leicht angeschwollen. Die Schwellung klingt mit Kühlung schnell ab. Kaschierendes Make-up ist möglich, sofern die verwendete Kosmetik reizarm ist. In einigen Fällen kommt es in den ersten Tagen nach der Laserbehandlung zu einer leichten Krustenbildung und einem verstärkten Abschuppen der Haut.“

 

Was muss ich vor der Behandlung beachten?

„Die Haut sollte auf keinen Fall frisch gebräunt sein, weil dann der Melanin-Anteil zu hoch ist – das absorbiert flächig die Laserenergie, was zu Nebenwirkungen wie Verbrennungen führen kann. Um die UV-Belastung weitgehend zu minimieren, sind die Herbst- und Wintermonate ideal für Laserbehandlungen geeignet. Ein Tageslichtschutz ist dennoch auch in diesen Monaten wichtig.“

 

Was ist im Anschluss an die Behandlung wichtig?

„Damit die frisch verschlossenen Gefäße durch einen erhöhten Blutdruck bzw. reflektorische Gefäßweitstellung nicht direkt wieder frei gespült werden, sind Sport und Saunabesuche in den ersten Tagen nach der Laserbehandlung auszuschließen. Eine erhöhte UV-Empfindlichkeit in den ersten vier Wochen nach der Laserbehandlung verlangt schützende Kosmetik mit hohem Lichtschutzfaktor (LSF 50+) selbst bei Wolkenbildung. Sonnenbäder und Solariumbesuche können ungewünschte dauerhafte Pigmentverschiebungen auslösen.“

 

OK – ihr seid im Bilde?! Falls ihr weitere Fragen habt, schreibt uns gerne eine Mail <3

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