Nach Weihnachten und Silvester falle ich jedes Jahr aufs Neue in das Ist-Das-Alles-Grau-Und-Trist-Loch, da kommt ein spontaner City-Trip in eine meiner Lieblings-Städte wie gerufen. Kopenhagen – du wunderschöne Stadt am Meer – warte, ich komm mal eben übers Wochenende vorbei…

Freitags, 17:00, Foshi-Office: Der letzte Tropfen Kaffee wird noch schnell in den pinken Thermo-Becher abgefüllt, bevor es auf die Autobahn Richtung hoher Norden geht – Kopenhagen, here I come. Ich entfliehe dem tristen, grauen Januarwetter und freue mich auf ein Wochenende voller skandinavischer Luft, tollem Essen, ein bisschen Shopping und vor allem auf einen Tapetenwechsel. Jedes Jahr meldet sich mein Januar-Fernweh-Gen zur gleichen Zeit und dann muss es schnell gehen – einfach mal raus.

 

Ich entscheide mich dieses Mal die Storebælt Brücke anstelle der Fähre zu nehmen. Da gerate ich jedenfalls nicht in Zu-Spät-Komm-Panik, falls sich der Feierabendverkehr in Hamburg mal wieder zieht wie Kaugummi. Vier Stunden, drei Kaffee, diverse Gesangseinlagen in voller Laustärke und teilweise darüber erschrockenen Blicken vom Beifahrersitz später – hallo? So schlecht singe ich nun auch nicht – checke ich ein. „What about a room upgrade?“ fragt die Rezeption? Na das geht ja schon gut los.

 

Kurzes Fresh-Up später schlendere ich in Richtung Restaurant – Der Tisch ist für 22:45 reserviert. Ich folge einem Tipp einer Freundin, schleiche schnell durchs Rotlicht-Viertel und erspähe das kleine Restaurant in einer Seitenstraße. Die Osteria 16 findet sich in der Haderslevgade 16, im Stadt-Teil Vesterbro. Hier erwählt man lediglich die Drinks, das Essen ist festgesetzt und besteht aus acht aufeinanderfolgenden Köstlichkeiten. Bedeutet natürlich auch, dass so ein Abend mindestens 1 ½ Stunden dauert und ich muss sagen, Ich liiiiiebe es: keine Hektik, kein Schnell-Noch-Einen-Espresso-Runterkippen. Nein, lieber nochmal die Luft aus dem Weinglas lassen… Um 01:30 falle ich in die weißen, weichen Federn des Hotel-Bettes.

 

Was an Kopenhagen so bezaubernd ist, sind die unzähligen Cafés. Ein 10 Minuten-Walk vom Hotel entfernt befindet sich das Sonnys. Klein und gemütlich und wie fast alles in Dänemark einfach wunderhübsch eingerichtet. Design-Liebhaber sollten sogar auf dem Weg zum WC einen Fotoapparat dabei haben, im Ernst, dieser kleine Laden bietet so viel Wohn-Inspiration. Es gibt neben Design-Highlights natürlich Frühstück und hausgemachte Kuchen. Das obligatorische Avocado-Smörrebröd kostet hier ca. 10 Euro – uaaahhh – aber, Kopenhagen ist ja nur einmal im Jahr.

 

Weitere Frühstücks-Hot-Spots findet ihr auf der Karte.

Atelier September

Louise Roe Galerie

Torvehallerne

Prolog Coffee Bar

Gröd

Central Hotel & Café

Sonny

 

Taugt es euch auch nach etwas Shopping nach dem Frühstück? Dann geht’s weiter Richtung Innenstadt. Von der Großen Einkaufsstraße gehen tausende kleine Gassen mit wiederrum noch kleineren Gässchen ab. Hier finden sich meine Lieblings-Stores, Ganni, Normann Copenhagen, Illum und am Marktplatz auch das Hay House. Dieser kleine Design-Himmel ist für mich wie das Smaland für Kinder und die Donuts für Homer Simpson zusammen.

 

Das ausgedörrte Portemonnaie empfahl einen Zwischenstop im Hotel. Das SP34 liegt dafür super zentral und punktet im Winter mit einladender Lounge. AUßERDEM bietet es den Gästen zwischen 17 und 18 Uhr eine Wein-Stunde an – bedeutet Rot- und Weißwein on the house. Wirklich perfekt für Singles, hier kommt man nämlich ganz easy ins Gespräch oder natürlich auch für wahnsinnig verliebte Paare, die die knisternde Romantik wahrlich dank des offenen Kamins hören können.

 

Für Familien ein MUSS ist zu dieser Jahreszeit übrigens der Tivoli: der Freizeitpark inmitten von Kopenhagen ist natürlich Touri-Magnet vom allerfeinsten, allerdings auch zu schön um gemieden zu werden. Wer es etwas ruhiger mag, kann zur Abendstunde den Park besuchen, geöffnet hat dieser nämlich bis 23 Uhr. Kleine Restaurants reihen sich hier an Fahrgeschäfte und Shops. Trauerweiden voller Lichter, kleine Seen mit singenden Gondlieren und ein Piratenschiff mit Rooftop-Bar waren meine Highlights, deren Schönheit selbst durch perfekte Smartphone Fotos nicht wiedergegeben werden können – Wahnsinn – Hin da!

 

Sundays are for Museen – so auch hier in Kopenhagen. Ob ins Designmuseum Danmark, die NY Carlsberg Glyptotek, das Statens Museum for Kunst oder oder oder: hier findet sich etwas für wirklich jeden Geschmack. So lässt sich ein Wochenende perfekt ausklingen, bevor es zurück zum Auto und zurück nach Hamburg geht.

 

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